STIFTUNG ARP E. V. - JOHANNES WASMUTH
Mit dem Einzug der Stiftung Arp e. V. in den Bahnhof Rolandseck gelangen das Künstlerpaar Arp/Taeuber-Arp und sein Werk an einen magischen Ort, den Johannes Wasmuth Mitte der 1960er Jahre wiederentdeckt. Er organisiert für das vor den Toren der damaligen Bundeshauptstadt Bonn gelegene und zum Abriss frei gegebene klassizistische Stationsgebäude eine Rettungsaktion, um es fortan mehr als 30 Jahre lang mit Musik, Dichtung, Skulptur und Malerei, Theater und Film zu beleben.
Begonnen hat Johannes Wasmuth seinen Weg zu den Künsten bei den Kindern. Nach Abschluss einer kaufmännischen Lehre verlässt er seine Heimatstadt Warburg (Westfalen) und begegnet in den Industriestädten längs des Rheins erstmals dem sozialen Elend der Nachkriegsjahre. Er setzt sich für den Bau von Kindergärten ein. Förderer sucht und findet er unter Künstlern, die längst seine Freunde sind, als er aufbricht, den Bahnhof Rolandseck zum kulturellen Aushängeschild der Region und weit darüber hinaus zu machen.
Johannes Wasmuth stirbt 1997 im Bahnhof Rolandseck.
Angelika Grunenberg über Johannes Wasmuth, Portrait eines Sammlers