HANS ARP - BIOGRAPHIE
1886 - 1929
Am 16. September 1886 wird Hans Peter Wilhelm Arp in Straßburg als Kind deutsch-elsässischer Eltern geboren. Von 1901 bis 1908 besucht er Kunstschulen in Straßburg und Weimar sowie die Académie Julian in Paris. 1910 gründet er mit Walter Helbig und Oscar Lüthy in Luzern die schweizerische Künstlervereinigung Der Moderne Bund. 1913 arbeitet er einige Monate in Herwarth Waldens Berliner Galerie Der Sturm. In Köln lernt er bei derDeutschen Werkbund-Ausstellung Max Ernst kennen.1916 begründet er mit Hugo Ball, Richard Huelsenbeck und Tristan Tzara in Zürich die Dada-Bewegung. In Berlin lernt Hans Arp 1918 Hannah Höch, Raoul Hausmann und Kurt Schwitters kennen. 1922 heiratet er Sophie Taeuber. 1925 stellt er mit de Chirico, Ernst, Klee, Man Ray, Masson, Miró und Picasso bei der ersten Ausstellung der Surrealisten in der Galerie Pierre aus. 1926 wird er französischer Staatsbürger. Mit Sophie Taeuber-Arp und Theo van Doesburg übernimmt er die Innengestaltung der Aubette in Straßburg. 1927 hat er die erste Einzelausstellung in der Galerie Surréaliste.1929 ziehen Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp nach Clamart, damals Meudon, bei Paris.
1930 - 1944
Seine ersten Rundplastiken und die Papiers dechirés entstehen. Er veröffentlicht Gedichte in den französischen Zeitschriften Minotaure und Le Surréalisme au Service de la Révolution und ist Mitglied bei Cercle et Carréund Abstraction- Création. 1937 ist er in den Ausstellungen Cubism and Abstract Art und Fantastic Art, Dada, Surrealism im Museum of Modern Art in New York vertreten. Er wird Mitglied der Schweizer Künstlervereinigung Allianz. 1940 flieht er mit Sophie Taeuber-Arp vor der deutschen Besatzung nach Grasse in Südfrankreich. Dort beginnt er die Werkgruppe der Papiers froissés. Ende 1942 reist das Ehepaar Arp nach Zürich, wo Sophie Taeuber-Arp im Januar 1943 stirbt. Ihren Tod versucht Hans Arp in Gedichten und Zeichnungen zu verarbeiten.
1945 - 1966
Nach dem Ende des Krieges kehrt er nach Clamart zurück. Ab 1947 entstehen wieder vollplastische Arbeiten. 1949 hat er seine erste Einzelausstellung in Amerika. Walter Gropius erteilt ihm den Auftrag für ein Großrelief für das Harvard Graduate Center in Cambridge. 1952 erscheint bei Curt Valentin sein Buch Dreams and Projects mit Texten und Holzschnitten. 1953 entsteht für die Universität von Caracas seine erste Monumentalskulptur Der Wolkenhirt.1954 erhält er auf der Biennale in Venedig den Großen Preis für Plastik. Die Universität von Caracas und die UNESCO in Paris geben ihm Aufträge für großformatige Wandreliefs. 1958 zeigt das Museum of Modern Art in New York die erste Retrospektive seines Werks. 1959 heiratet er Marguerite Hagenbach und kauft das Anwesen Ronco dei Fiori in Locarno-Solduno. Für die Technische Hochschule in Braunschweig entwirft er 1960 ein monumentales Fresko aus Aluminium. 1961 wird auf dem Vorplatz der Universitätsbibliothek in Bonn eine die Vergrößerung der Skulptur Die Wolkenschale aufgestellt. Die Stadt Köln verleiht ihm die Stephan-Lochner-Medaille. In Paris wird er mit dem Grand Prix National des Arts ausgezeichnet. 1965 wird ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Zur Erinnerung an die Entstehung des Dadaismus 1916 im CabaretVoltaire in Zürich wird eine Gedenktafel in Form eines Nabels an der Hauswand des historischen Gebäudes installiert.
Am 7. Juni 1966 stirbt Hans Arp in Basel an einem Herzinfarkt und wird in Locarno beigesetzt.